28. Dezember 2009

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15. Dezember 2009

dream is destiny

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This is what democracy looks like

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13. Dezember 2009

Ende.

Ich fühlte mich taub und wünschte mir meine Seele von meinem Körper trennen zu können um einfach fort zu fliegen; in meiner Kehle steckte ein Schrei fest, der den Weg zu meinem Mund nicht fand. Das Fahrzeug verlangsamte sich und fuhr rückwärts weiter, bis von außen jemand drei Mal mit der flachen Hand gegen die Panzerung schlug. An der hinteren Seite des Wagens wurden quietschend die Türen aufgerissen, in den Innenraum fiel grelles Tageslicht und blendete mich. Niemand wagte es, sich von der Stelle zu bewegen. Ich kniff meine Augen zusammen, stellte mich auf die Zehenspitzen und konnte mehrere große, weißgekleidete, schmale Gestalten ohne Gesichter erkennen, die seltsame Hüte trugen und in ihren Händen lange gläserne Zangen hin und her schwangen, die die Sonnenstrahlen reflektierten. Sie standen auf einem weitläufigen asphaltierten Platz, den stählerne Zäune eingrenzten. Unweit des Panzerwagens ragten steril aussehende, fabrikähnliche Gebäude in den leuchtenden Himmel, welche ihre Tore wie hungrige Mäuler aufgesperrt hatten, so, als ob sie darauf warteten gestopft zu werden. In den Hallen waren ratternde Maschinen und tausende ineinander verlaufende Rohre, Kabel und Fließbänder zu sehen, an denen weitere gesichtslose Wesen einer undefinierbaren Arbeit nachgingen, Container wurden hektisch umhergefahren, mit Schläuchen leergesaugt oder in trichterähnliche Vorrichtungen entleert, die in den Maschinen mündeten. Der Lärm, der mit dem Dampf aus den Schornsteinen der Gebäude in die Luft aufstieg, war unerträglich. Mit einem lauten Knall schlug eine an den Seiten mit Absperrungen versehene Rampe am offenen Ende des Fahrzeugs auf dem Boden des Innenraumes auf, die hinaus auf den nassen Asphalt führte. Durch die Fabrik schallte bald darauf ein gellender Signalton, langsam hielten alle Maschinen an, der Lärm verstummte. Sämtliche Arbeiter traten wortlos den Weg in Richtung des Panzerwagens an und stellten sich am Ende der Rampe in zwei Reihen auf; sie bildeten eine Schneise, die bis zum Eingang der Fabrik verlief. Ein weiteres Signal erklang, die weißen Geschöpfe hoben die Arme in die Höhe und ließen ihre gläsernen Zangen rhythmisch gegen die Werkzeuge des Gegenübers prasseln. Eine Gruppe von Arbeitern kam zielstrebig die Rampe hinaufgeschritten und begann, mit Fäusten auf die gefangenen einzuschlagen und sie aus dem Fahrzeug zu treiben, stießen sie auf Gegenwehr oder Widerstand, so setzten sie ihre Zangen ein, die bei einem Aufprall einen Blitz freigaben, der die Haut der Getroffenen verbrannte und aufplatzen ließ. Nach und nach lichteten sich die Reihen im Fahrzeug, in unbeschreiblicher Panik preschten die Insassen, einer nach dem anderen, mit schmerzverzerrten Gesichtern aus dem Wagen hervor, fielen nach nur wenigen Schritten nieder und rollten schreiend die Rampe hinunter. Mein Instinkt befahl mir, unter die am Boden des Innenraumes liegenden Kadaver der alten und schwachen Gefangenen zu kriechen und mich tot zu stellen, trotzdem konnte ich meinen Blick nicht von dem abwenden, was sich außerhalb des Panzerwagens abspielte. Am unteren Ende der Rampe häuften sich die in Agonie zuckenden Leiber zu einem Berg an, auf den unbarmherzig weiter eingedroschen wurde. Ich sah sie alle brechen, die Arme der Patienten, die sich aufzurichten und zu flüchten versuchten, hielten dem zu trangenden Körpergewicht nicht stand und knickten wie Streichhölzer um; an den Schultern und Ellbogen riss das Fleisch auseinander, zersplitterte Knochen bahnten sich durch die bleiche Haut ihren Weg hinaus in die nackte Realität; unzählige Gesichter schmetterten haltlos auf den Boden und scheuerten über den sich langsam lückenlos mit Blut bedeckenden Asphalt; die Verzweiflung ließ den Gefangenen keine andere Wahl, als immer und immer wieder zu versuchen, unter Zuhilfenahme der berstenden und jeden Dienst verweigernden Gliedmaßen aufzustehen, bald hingen zerfetzte Adern, Sehnen und Nervenbahnen aus den Wunden der offenen Brüche heraus; Gelenke platzten auseinander, die Patienten starrten ungläubig und naiv auf die nur noch an eingerissenem, seidenem Fettgewebe schlaff von ihren Körpern herabhängenden Arme und konnten nicht begreifen, dass das was sie sahen die Wahrheit war! - Aber es war die Wahrheit.

Plötzlich entdeckte ich in dem Chaos Lao-Tse, die weißen Gestalten traten auf ihn ein, traten in sein Gesicht, traten in seinen Bauch, stellten sich auf seinen Kopf bis der Kiefer brach und seine Zunge unter einem Stiefelabsatz zerquetscht wurde. Mein Herz verkrampfte sich bei diesem Anblick, der Horizont schrumpfte in Millisekunden zu einem kleinen, sich am Ende des Universums befindenden, schwarzen Punkt zusammen.

Es ist egal was du sagst, es ist egal was du denkst, es ist egal was du fühlst, was du bewirkst, was du erreicht hast oder noch erreichen willst - irgendwann fickt dich einfach der Tod.

Nach und nach schoss man die Patienten wie Bälle durch die von den Arbeiten zum Eingang der Fabrik formierten Schneise, die stummen Mörder traten ihre Opfer von einem Stiefelpaar zum nächsten; Körper prallten auf Füße, Füße schnellten in Körper, das dumpfe und hohle Geräusch der vielen, immer schneller werdenden Tritte überlagerte bald die Schreie, das Würgen, das Wimmern, das um Gnade flehen. Der Leidensweg wurde von einem Händepaar beendet, das die Patienten brutal an den Beinen empor riss und in einen sich nach und nach füllenden, für die Maschinenfütterung bestimmten Container schleuderte. Zwei der weißen Gestalten kletterten in den Panzerwagen und begannen damit, die noch herumliegenden Leichen aus dem Fahrzeug zu werfen, als sie mich entdeckten sprang ich auf und -

Kannst du dich in die Haut eines Menschen versetzen, der die einzigen zwanzig Schritte Freiheit seines Lebens in Richtung seines Todes geht? Das kannst du doch, oder? Auch wenn du’s nicht in vollem Umfang begreifen kannst, so hast du doch zumindest den Hauch einer Ahnung davon, wie sich das anfühlen muss, nicht wahr? Versuch mir nicht zu erzählen, dass du es nicht kannst, du hast lange genug gelebt, um zumindest ein, zwei Ereignisse verkraftet zu haben, die mit großen körperlichen oder seelischen Schmerzen verbunden waren. Und selbst wenn du noch jung bist und diese Erfahrungen erst vor dir liegen, so hast du dir immerhin deine Gedanken darüber gemacht was der Tod eigentlich bedeutet oder bedeuten könnte. Ich bin mir ziemlich sicher, dass du über die Fähigkeit des Reflektierens verfügst, und ich weiß, dass du die Gefühle anderer Menschen nachempfinden kannst, du musst es können. Kannst du aber auch nachempfinden, wie es ist, als Gefangener in einer Zelle zu leben, vielleicht sogar in ihr geboren worden zu sein, in der man weder stehen, sitzen, liegen, sich aufrichten oder überhaupt richtig bewegen kann? Über was denkst du eigentlich nach, wenn du dein ganzes Leben lang eingesperrt bist und nie etwas anderes gesehen, gehört oder empfunden hast als die beschränkten Eindrücke die dein beschränktes Dasein mit sich bringen? Entwickelst du überhaupt ein Bewusstsein? Als was empfindest du dich dann? Von was träumst du? Von Radioberichten, Wärtern, Anstaltsdirektoren, Patienten, Birken, Feldern, Panzerfahrzeugen und einem strahlenden blauen Himmel? Wie mag sich das für einen Menschen anfühlen, wenn er zwanzig Schritte auf seinen Tod zu stolpert und dabei ein lächerliches und erbärmliches Bild abgibt, weil er noch nie zuvor in seinem Leben gelaufen ist? Wenn die Knochen in seinen Gliedmaßen brechen, weil man ihn in seiner eigenen Zelle so fett und schwer gemacht hat, dass er sein eigenes Körpergewicht nicht mehr tragen kann. Ich denke dass du das nicht nachempfinden kannst, auch wenn du es wolltest. Selbst wenn du dir vorstellst, dass alles was dein Leben ausmacht einfach weg wäre, selbst wenn du das schlimmste Leid, das du jemals emfpunden hast, mit 1000 potenzierst, so würde diese Vorstellung nicht annähernd an das heranreichen wovon ich rede, denn am Ende bist und bleibst du ein Mensch, und kein Schwein.

By Samsas Traum - 20 Schritte Freiheit

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24. November 2009

fliegen im traum

nimm mich mit
an den wänden hochspringen
an diesem gitter da
leichtfüßig fliegen wir
im sprung
du schaust mich an
wilder blick und ein lachen um den mund
zwei die fliegen müssen
und mit ausgebreiteten armen durch baumkronen laufen
und alles wird ganz klein unter uns
wenn wir es schaffen
und darauf vertrauen
denn wie könnten wir leben ohne kämpfen
atmen ohne brüllen
lachen ohne ziel
wir nehmen uns die flügel zurück
deine haare im wind
ich stehe auf der laterne
und schaue dich an.

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stacheldrahtliebe

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6. November 2009

Direct Action!



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Portrait

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20. April 2009

Da ist Schönheit!



Nur um der Welt mitzuteilen wie Glücklich man sein kann, schreibe ich:
Manchmal stehe ich im Garten, in den frühen Abendstunden, wenn man die Sonne noch sehen kann hinter den Dächern aber die Nachtluft schon nach Erde riecht und nach Schlaaf, und dann ist es mir, als käme die Welt um mich zu umarmen, die Große Weise hüllt mich dann ein, mit ihren Blätterfingern und ihrem Herz aus warmen Sonnenstrahlen, dann haucht sie, dann flüstert sie die Worte, die mich erheben, die mich herausreißen aus meinen dumpfen Gedanken, die meine Existenz transzendieren und mich Glücklich werden lassen, dann lache ich vollkommen erfüllt von dem Gedanken: die Welt hat mich geküsst...

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19. April 2009

De Vlinder en de Roos by Jay

Ich habe dieses Video vor ein paar Tagen bei Youtube gefunden. Jay hat es selbst geschrieben und gesungen, und es ist wirklich Wunderschön!
Viel Spass


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4. April 2009

Disturbing..

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29. März 2009

Selbstportrait 2

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25. März 2009

Selbstportrait

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20. März 2009

ein gesicht zum blog

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16. März 2009

somehow art

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Strengh

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15. März 2009

Gaias Trank

Der Verlust der Verbindung zum ekstatischen Prozess,
der Verlust einer einfachen Brücke zwischen dem Bewußten
und dem Unbewußten, ist der Beginn der Neurose, der Verlust
der Verbindung zur Heiligen Mutter, zu der irrationalen Stimme
unserer Gefühle, dem Urquell unseres Genius.

Das Letzte, was die griechischen Sklaven besitzen sollten,
war genuine Inspiration, so wurde ihnen der Inhalt des heiligen
Tranks vorenthalten. Wir sind alle griechische Sklaven geworden.

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16. Februar 2009

erdbeergift

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24. Januar 2009

Fragen

Ich bin nicht in der Lage über die vier Enden der Welt hinauszublicken. Ich kann nicht durch die Wände gehen die mich umgeben. Ich bin eingemauert. Ein fester Beton umgibt mein Selbst. Meine Wahrnehmung ist geschärft und fokussiert auf das unsichtbare, nicht wirkliche. Ich bin unverständlich, ich verstehe mich nicht. Wer bin ich?

Was ist die Wahrheit die mich umgibt? Welche Strukturen gibt es tatsächlich? Ich kann nicht in naiver weise auf die Wirklichkeit vertrauen, die es zu kaufen gibt. Ich kann nicht daran glauben, denn ich habe es nicht selbst gesehen. Ich bin gefoltert durch die Tatsache, das es keinen Ankerpunkt gibt der mich festhält. Sich dessen bewusst zu sein und wirklich zu wissen dass es keinerlei Begrenzungen gibt ist eine Qual.

In was für einer Welt möchte ich leben? Kann ich verändern was mich tagtäglich einnimmt und aufsaugt? Bin ich nicht eigentlich bloß ein sehendes Auge inmitten von Dunkelheit? Ich sträube mich gegen die hartnäckige Wahrnehmung der Begrenztheit und lechze nach Wissen. Denn es muss etwas geben hinter dem Beton, eine letztendliche Wahrheit. Unglücklicherweise bin ich zu bewusst um sie zu fassen. Was sich im Großen der Welt vollzogen hat ist nun im Kleinen meine Geschichte geworden. Das wechseln der Paradigmen kann so schnell geschehen das man die Übersicht verliert und nichts mehr bestand hat. Die große Frage ist dann nur noch: Warum? Und eine Antwort darauf fehlt seit Anbeginn des Denkens.

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18. Januar 2009

the body equals the mind

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14. Januar 2009

~_~

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9. Januar 2009

iced beauty





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26. November 2008

Siehst Du was ich sehe?

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4. November 2008

Herbst Prinz

Oh Wind
Du auf dem Blätterdach.
Der kleine Prinz,
Die Sonne lacht
In gelben träumen,
Aufgewacht.

Erscheint das Leben
Wie im Traum,
Der alte Zauber
Weiser Baum,
Das grüne Boot
Im blauen Raum.

Das Buch,
Es ist der Tisch gedeckt.
Die vielen Wesen
Aufgeweckt,
Das kleine Ding,
Das sich versteckt.

Nun Prinz,
Erlebe was dort ist.
Und glaube nicht
Das du vermisst,
Die welt
Die sich in Leid bemisst.

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31. Oktober 2008

Separation

Unsere heutige Gesellschaft ist Charakterisiert durch das trennen Voneinander. Wir sind nicht mehr eine Einheit, sondern durch und durch Individuell. Jeder Mensch ist eine Insel, die Boote fehlen um sich gegenseitig zu besuchen.

Wir irren falschen Vorstellungen von Erfolg hinterher, unser Verhalten ist geprägt von Zwängen und Obsessionen, die wir uns selbst auferlegt haben. Wir kämpfen gegen die Natur ins uns. Wir versuchen alles zu unterdrücken was mit Kontrollverlust (=Kreativität) und Rausch (=produktive selbstinszenierung) zu tun hat. Anstatt die Grenzen unseres Egos aufzulösen und die Einheit von allem zu erkennen und anzunehmen bauen wir Mauern und Gitter um unser Ich. Wir schließen es ein und versuchen es nach außen hin auf hochglanz zu polieren.

Doch aus welchem Grund?
Wir haben uns selbst die Sinnhaftigkeit des Lebens (=kreative Selbst- und Wir-Erfahrung) genommen und ersetzt durch falsche Vorstellungen von Glück und Wahrheit. Wir streben nach oben, höher und höher, wir stecken unseren Kopf soweit in einen neurotischen Himmel das wir die Erde unter unseren Füßen nicht mehr sehen können. Die Abtrennung von dem Natürlichen ist Krank.

Durch das wiedernatürliche entsteht Wahnsinn, wir glauben an unsere eigenen Wahnvorstellungen, die Sinnhafter geworden sind als das Ursprüngliche in Uns. Wir pervertieren Lebenslust und setzen diese gleich mit Geld.
Dieser Prozess beginnt früh: die Abkehrung von der Erde, von der mütterlichen Matrix (=Gaia) setzt im frühesten Kindesalter an. Die Naturverbundene Realitätserfahrung von Kindern wird ersetzt durch die Irreale Welt der Medien.

Ich gehe soweit dies in einem Gesammtweltlichen Kontext zu sehen:
Wenden wir uns weiter von der Natur ab, streben wir weiter in Richtung "Himmel", wird unsere eigene zerstörung keinesfalls aufzuhalten sein. Wir müssen uns Rückbesinnen, uns wieder Eingliedern, wieder Zueinander finden und vor allem: Empathie erlernen.
Die Individualisierung / Seperation des Ich/Ego geht mit einem Verfall des Mitgefühls einher, so weit, bis man nur noch sich selbst Wahrnimmt.

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29. Oktober 2008

Wer bin ich?

...aus dem Tagebuch eines Wahnsinnigen:

Zerrissene Persönlichkeit. Aufgespaltet, Abgetrennt, Isoliert.

Bin ich Produkt der an mir verübten Taten oder Produkt meiner Taten? Nicht wissen was ist und Verwirrung und Wahn und all dies. Letztlich nur noch Schatten dessen was ich einmal war. Und entleibt überlebt. Ich habe mich selbst hungern lassen. Mich selbst geschnitten, Blut gesehen. Destruktivität gelebt und Fallen gebaut. Und hinein gesprungen, enthusiastisch. Habe mich verlaufen im wirrwahr, im Netz eigener Lügen, im ungewissen. Bin nicht mehr. Bin nicht mehr Ich. Weiß nichts mehr und fühl nichts mehr. Und vegetiere bloß. Und glaube an die Hoffnung. Das da etwas ist. Wie kann ich unterscheiden zwischen Suggestion und Realität? Bin ich wach oder träume ich bloß? Weck mich bitte auf! Sag mir endlich, verdammt sag mir was ich tun soll! Woran ich glauben soll! Was ist wahr!?

Ich kann von Tag zu Tag springen und mir morgens einreden: du überlebst. Es ist ok. Und ich werde jeden Abend verzweifeln und wissen dass es zu Ende geht. Mit mir und der Hoffnung. Meine Liebe hat doch schon längst aufgehört, ich verkrampfe mich in Erinnerungen und halte sie Fest. Und Hoffe sie kommen wieder. Und weiß doch eigentlich dass es ein Ende hat, seiner Zeit. Und Belüge mich selbst. Und kann nichts genau wissen. Und lebe das Wirrwahr!

Und Rauche, rauche, rauche… Ersticke fast im Qualm. Und ziehe Tod in meine Lungen, welch Wohltat. Welch Glücksgefühl, das Gift in meinem Körper. So feinfühlig der Tod umarmt mich weich mit grauen Schleiern! Und morgens, meine Stimulans, mein Koffein, mein weißer Staub. Fokussiere mich auf Leistung und fixiere mich auf Außen. Und innen ist nicht wichtig. Und schneller, schneller geht der Tag mit Koffein im Hirn.

Ich fühle nichts.

Ich fasse nicht, was ich bin und wer ich bin und wo ich bin. Ich habe keinerlei Vorstellung von mir. Ich bin Gesichtslos und vergesse mich in Spiegelbildern.

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22. Oktober 2008

Synapsenhonig

Die Sonne bescheint deine Gedanken
Und süßer Honig tropft von den Synapsen
Und kleine Elfen laben sich daran
Und ein Schmetterling fliegt aus deinem Mund
Und fliegt hinauf zu den Wolkentieren
Die sich jagen und spielen
Und der Wald dort oben
Ist die Liebe hier unten
Und auf den Wegen deines Geistes wandelst Du.

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6. Oktober 2008

Hello!

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17. Juli 2008

Licht zerbricht

Licht zerbricht
Licht erstirbt
Und ergibt sich vor dem Tor
Und erlebt den letzten fluch
Der sich selbst verleumdet.

Nacht umhüllt
Und tag vernichtend
Schreit die Uhr dir ins Gesicht
Das es nichts, rein gar nichts gibt
Was dich liebt.

Und doch die stimmen,
rufen, schreien
leb dein leben
kenne dich
und wisse dass es Hoffnung gibt.

Lügen, über Lügen
Mir selbst ins Hirn gepflanzt
Ich weiß nichts und werde nie wissen
Was die Wahrheit ist
Was im Ende Klarheit bringt.

Man sollte sich doch kennen
Und verstehen
Und erinnern an das leben
Vor der langen Nacht
Vor den Dämonen.

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Das Mädchen machte die Tür auf und sah sich um. Es war ein kleiner, dunkler Raum. Ein stiller Raum. Eine Ratte huschte an ihr vorbei ins freie. Der Boden war aus kaltem Stein und in den Ritzen war staub fest getreten worden. Die alten Holzwände waren Rußgeschwärzt, das Feuer in dem Ofen längst erloschen. In der Mitte des Raumes hatte ein niedriger Tisch platz gefunden und ein einzelner Schemel stand daneben. Es ist achtlos, dachte das Mädchen, nur einen einzigen Stuhl zu besitzen. Man müsste stehen, während der Gast sitzt. Es würde ihn in furchtbare Verlegenheit bringen.
Bedachtsam, die stille des Raumes nicht zu stören, schritt das Mädchen auf den Tisch zu. Hinten, in einer dunklen Ecke stand ein Bett. Eines dieser Betten, in denen Flöhe und Läuse ein Zuhause gefunden haben, und sich allnächtlich an dem krankenden Blut ihrer Wirte berauschen.
„Komm näher“ flüsterte eine alte Frauenstimme aus dem Bett. Das Mädchen erschrak. Es war so dunkel. „Komm näher!“ sagte die Alte, diesmal lauter und ein wenig ungeduldig.
Das Mädchen ging ein paar vorsichtige Schritte auf das Bett zu. „Wer… bist du?“ hauchte sie. So ängstlich und fürchterlich kindlich.
Die Alte streckte eine Hand aus, zitternd, zerfurcht, grau.
„Nein.“ Antwortete die Alte. „Die Frage ist, wer bist du? Du kommst in mein Haus, und fragst mich, wer ich bin?“
Das Mädchen antwortete nicht.

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